Backup

Grundsatz ist das 3-2-1-Prinzip: mindestens drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Speicherarten, davon eine an einem anderen Ort. Kopie eins sind die Live-Daten auf dem Server, Kopie zwei ein tägliches, verschlüsseltes Cloud-Backup bei IONOS (Acronis Cyber Protect) – ein Komplett-Image der Maschine, nicht nur einzelne Dateien.

SQLite während des laufenden Betriebs

Die Streamlit-Apps schreiben laufend in ihre SQLite-Datenbanken. Ein Backup mitten in einem Schreibvorgang könnte eine beschädigte Kopie ergeben. Deshalb erzeugt ein kleines Skript vor jedem Backup-Lauf über sqlite3 "$db" ".backup '...'" eine konsistente Momentaufnahme jeder Datenbank – das Backup sichert dann diese Kopien, nicht die Live-Dateien direkt.

Der Zwischenfall, der zum Watchdog führte

Zweimal fiel das Backup aus: Der Backup-Agent versucht sich nachts selbst zu aktualisieren, scheiterte dabei an der Prüfung eines mitgelieferten Pakets, stoppte dabei aber schon seine eigenen Dienste – und startete sie danach nicht wieder. Ergebnis: tagelang kein Backup, ohne dass irgendwo eine Fehlermeldung auftauchte. Die Lösung besteht aus drei Teilen: ein kleiner Wächter-Cronjob prüft alle 5 Minuten, ob die Dienste noch laufen und startet sie bei Bedarf neu, solange kein Update aktiv ist; die Backup-Zeit wurde von morgens auf den frühen Nachmittag verlegt, außerhalb des nächtlichen Update-Zeitfensters des Agenten; und seit dem 4.10.2026 ist das automatische Update des Agenten abgeschaltet. Er wird künftig bewusst von Hand aktualisiert, sobald der Hersteller das Problem behoben hat.

Noch offen: eine dritte, komplett unabhängige Kopie außerhalb von IONOS, und ein vollständiger Wiederherstellungstest auf einer separaten Maschine – ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist nur eine Hoffnung.

SSH-Sicherheit

Der Server ist über SSH aus dem gesamten Internet erreichbar – und damit dauerhaftes Ziel automatisierter Bots, die systematisch Benutzername/Passwort-Kombinationen durchprobieren. Das betrifft praktisch jeden Server mit offenem SSH-Port, es ist kein Zeichen eines gezielten Angriffs auf diese Seite. Seit dem 2.10.2026 ist deshalb nur noch die Anmeldung per Schlüsselpaar erlaubt, Passwort- und Root-Login sind abgeschaltet – die Zahlen unten zeigen den Unterschied.

Vorher: wie viel Rauschen tatsächlich ankommt

Die vorhandenen Protokolle reichen bis zum 24.08.2026 zurück – das ist die längste Zeitspanne, die sich noch auswerten lässt, nicht das Datum der ersten Angriffe.

282.558
fehlgeschlagene Passwort-Anmeldungen
3.340
verschiedene Herkunfts-IPs
~7.280
im Schnitt pro Tag
Gemessen vom 24.08. bis zum 2.10.2026 (Härtung, 07:30 Uhr) – knapp 39 Tage, rund um die Uhr, ohne dass je ein Mensch eingegriffen hätte.

Seit der Härtung (2.10.2026)

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