Was das Tool macht

Adresse eingeben – zum Beispiel „Marktplatz 1, 76133 Karlsruhe" – und das Tool baut daraus ein Profil aus sieben Bausteinen.

Bei diesem Projekt geht es vor allem darum, beispielhaft aufzuzeigen, welche Daten sich zu einer Adresse finden und abrufen lassen. Geokodierung (OpenStreetMap) und Bürgermeister (Wikipedia) stammen dabei nicht aus amtlichen Quellen.

1. Standort & Gemeinde

Geokodierung über OpenStreetMap/Nominatim (mit Auswahlmöglichkeit bei mehrdeutigen Adressen), amtlicher Gemeindeschlüssel, Name des Bürgermeisters bzw. der Oberbürgermeisterin (Wikipedia) sowie die amtliche Einwohnerzahl der Gemeinde (GENESIS-Regionaldatenbank der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder).

2. Bevölkerung & Gebäude

Zensus 2022, direkt für die 100×100-Meter-Gitterzelle um die Adresse: Einwohnerzahl, Durchschnittsalter, Gebäude und Altersstruktur – dazu ein Abweichungsvergleich zum Gemeinde-Durchschnitt, zum Beispiel „45 % mehr Einwohner pro Zelle als im Schnitt üblich" oder „2 Jahre älter als der Durchschnitt".

3. Wohnen, Heizung & Baujahr

Ebenfalls aus dem Zensus 2022 und ebenfalls für die 100×100-Meter-Zelle: die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter (Bestandsmieten zum Stichtag 15.05.2022, keine aktuellen Angebotsmieten), Eigentümer- und Leerstandsquote, Haushaltsgröße, Wohnfläche je Bewohner und Ausländeranteil – jeweils im Vergleich zum Gemeinde-Durchschnitt. Dazu die Verteilung der Heizenergieträger und Heizungsarten sowie der Gebäude nach Baujahr. Bei sehr kleinen Zellen weist das Tool darauf hin, dass die Zahlen wenig belastbar sind.

4. Klima

Die nächstgelegene DWD-Wetterstation liefert Klimanormalwerte, dazu eine Einordnung gegenüber Bundesland und Deutschland sowie die Entwicklung über vier Jahrzehnte – der Erwärmungstrend wird damit sichtbar.

5. Hochwasser

Liegt die Adresse in einem amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebiet oder in einer HQ100-Gefahrenzone (eine Fläche, die statistisch alle 100 Jahre überflutet wird)? Verfügbar für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern – die Länder pflegen diese Daten jeweils selbst, einen bundesweit einheitlichen offenen Dienst gibt es nicht. Für andere Bundesländer zeigt das Tool das offen an, statt etwas zu raten.

6. Radon

Radon ist ein natürliches, radioaktives Gas aus dem Untergrund. Bundesweit angezeigt werden die Prognose der Radonkonzentration in der Bodenluft, ob die Adresse in einem von den Ländern ausgewiesenen Radon-Vorsorgegebiet liegt und die durchschnittliche Radonkonzentration in Wohnräumen der Gemeinde. Die Bodenluft-Werte sind eine Prognose des Bundesamts für Strahlenschutz, kein Messwert für das einzelne Grundstück.

7. Natürliche Umgebungsstrahlung

Die Gamma-Ortsdosisleistung der nächstgelegenen Messstation des bundesweiten Messnetzes – als aktueller Stundenmittelwert, aufgeteilt in den Anteil aus Boden und Gestein und den kosmischen Anteil.

Das Ergebnis lässt sich als PDF herunterladen, im gleichen Frosch-Design wie diese Seite (Farben, Fußzeile mit dem schlafenden Frosch).

Technik

Datenquellen

Richtigkeit der Daten

Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der angezeigten Angaben wird keine Gewähr übernommen. Die Werte stammen aus den genannten Quellen und können veraltet, gerundet oder für die einzelne Adresse nicht zutreffend sein – manche sind zudem Prognosen (etwa bei Radon) oder Werte einer benachbarten Messstation. Wer es genau wissen will, kann jeden Wert anhand der Quellenangabe selbst nachprüfen.

Stack & Betrieb

Datenschutz